Universität Bielefeld

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Eine gute Wahl

‚Knuspriges Hähnchen‘ steht heute als Tagesmenü auf dem Speiseplan der Universität Bielefeld. Wahlweise mit Erbsen und Wurzeln, Champignons oder Salat. Für die rund 6.000 Studenten, Professoren und Mitarbeiter, die täglich in die Mensa strömen, ein neues Erlebnis. Denn Dank des Neubaus und dem System aus Tablett, Teller und Schälchen von ORNAMIN haben sie seit der Eröffnung vor gut zwei Monaten täglich die Qual der Wahl am Buffet.

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Mensa mit Restaurantatmosphäre

Die bisher eingesetzten ‚Speiseplatten‘ ließen hingegen keinerlei Wahlmöglichkeiten, sie wurden unabhängig vom Geschmack des Gastes mit allen angebotenen Komponenten bestückt. „Wir wollten ein modernes Gastronomieerlebnis schaffen“, beschreibt Detlef Will seine Zielsetzung. Als Abteilungsleiter Hochschulgastronomie für den Bereich Planen und Bauen des Studentenwerks Bielefeld verantwortete er den Mensa-Neubau im sogenannten ‚Gebäude X‘ auf dem Süd-Campus mit.

Anspruchsvolles Ambiente und hochwertiges Geschirr in eigenem Design mit individuellem Dekor sollten für die Gäste der Mensa eine Restaurantatmosphäre schaffen. Detlef Will strebte zunächst eine Ausstattung in Porzellan an, die Entscheidung fiel dann jedoch zugunsten von Melamin. Eine gute Wahl, findet der Gastronomieexperte. Schließlich musste er in puncto Optik kaum Abstriche machen und konnte zugleich Mitarbeiter und Gäste mit geringerem Gewicht und weniger Lärm begeistern. „Wenn in der Mensa mehrere tausend Tabletts und Teller durch die Hände von Mitarbeitern und Studenten gehen, machen Gewicht und Geräuschkulisse beim Hantieren mit dem Geschirr einen großen Unterschied,“ erläutert der Abteilungsleiter die Vorteile des Melamingeschirrs.

 

Von der Idee bis zur Serie

Mit der Entscheidung für Melamin fiel auch die Entscheidung für das Mindener Unternehmen ORNAMIN. „Wir arbeiten seit Jahrzehnten gut mit Ornamin zusammen und da lag es Nahe, den Geschirrhersteller auch bei diesem Projekt anzufragen“, erinnert sich Detlef Will. Die Mindener können profunde Erfahrungen in der Ausstattung von Mensen vorweisen: So speisen unter anderem Studenten in Göttingen und Trier von ORNAMIN-Geschirr. Auch das Bielefelder Studentenwerk wurde von der Idee bis zur Serienproduktion beraten und begleitet: Es wurden Design- und Dekorvorschläge vorgestellt, Muster gebaut, Spültests durchgeführt sowie Werkzeugkonstruktion und –bau umgesetzt. Am Ende gingen zwei neue Artikel – ein tiefer und ein flacher Teller – in Produktion. Zusätzlich entschied sich das Studentenwerk für Beilagen- und Dessertschalen aus dem bestehenden Sortiment als Ergänzung.

Neben dem Design spielten jedoch auch ökonomische und ökologische Aspekte eine wichtige Rolle. Dazu zählt insbesondere die Bruchstabilität, die Ressourcen schont und Ersatzinvestitionen minimiert – ein schlagendes Argument für Melamin. Durch die niedrigere Wärmekapazität des Melamingeschirrs werden zudem Beschaffungs- und Unterhaltungskosten für beheizte Tellerspender eingespart. Auch bei den Spülmaschinen wird durch geringere Wärmezufuhr Energie gespart.

 

Stilvoll aufgetischt

Das Geschirr hatte zwar einen vergleichsweise geringen budgetären Anteil am Gesamtvolumen des vom Land NRW, der Universität und dem Studentenwerk Bielefeld mit über 30 Millionen Euro finanzierten Mensaneubaus, jedoch einen hohen emotionalen Anteil. Schließlich kommen die Gäste mit dem Geschirr wortwörtlich in ‚Berührung‘ – im Gegensatz zur Küchentechnik. Das weiß auch Detlef Will, ist er doch seit fünfundzwanzig Jahren Stammgast in der Bielefelder Mensa. „Wir haben bisher nur positives Feedback bekommen“, freut sich Detlef Will.

Zu den begeisterten Gästen gehören auch Erziehungswissenschaftsstudentin Sara Boy und ihr Freund Jan. „Das Essen schmeckt nicht nur lecker, es sieht auf dem neuen Geschirr auch zum Anbeißen aus“, erzählt die 24-Jährige und greift sich ein Schälchen mit grünem Salat aus der Auslage. Für die Pendlerin ist die Mensa nicht nur Speisesaal, sondern auch Treffpunkt. „Mein Freund studiert Sport auf Lehramt, meine beste Freundin Jura; da ist es schön, dass wir uns zum Mittagessen treffen können. Wenn das Ambiente dann auch noch so einladend ist, umso besser.“ Sara und Jan tragen ihre Tabletts mit den klassischen weißen Tellern, deren Rand ein geschwungener Bogen in Grün ziert, zum Tisch. Nach dem ersten Bissen vom knusprigen Hähnchen ist für beide klar: Auch das war eine gute Wahl.

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