Starke Frauen

Ornamin in der Pflege

FRAUEN DER TAT

Ob privat oder beruflich, die Zahlen sprechen für sich: In Deutschland werden rund 1,8 Millionen pflegebedürftige Menschen zu Hause versorgt – in zwei Dritteln der Fälle übernehmen Frauen diese anspruchsvolle Aufgabe. Gleichzeitig sind 85 % der Beschäftigten bei Pflegediensten und in Pflegeheimen weiblich. Als Produzent von funktionalem Geschirr unterstützt Ornamin Pflegende im privaten Haushalt und in Pflegeeinrichtungen – und stellt drei besondere Leistungsträgerinnen vor.

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Vorbild für Vorsorge

Wenn ihr Handy klingelt, freut sich Sigrid Krueger-Young, dass wieder ein Betroffener all seinen Mut zusammen genommen hat. Als Ansprechpartnerin des Schlaganfallbüros des Johannes Wesling Klinikums Minden – einem von deutschlandweit 27 Büros – ist sie fast immer erreichbar, um „aufzufangen, zuzuhören und zu beraten“, wie die gelernte Krankenschwester ihre Aufgaben knapp zusammenfasst. Seit zwei Jahren ist die Petershägerin nun im Amt und die Zahl der Anrufe ist während dieser Zeit merklich gestiegen. Ein Zeichen dafür, dass ihre vom Förderverein „Schlaganfall“ – Neurologische Klinik Minden e.V. getragene Arbeit zur Aufklärung und Information sehr gut angenommen wird.

Jede dritte Minute passiert in Deutschland ein Schlaganfall. Die typischen Anzeichen sind Schwindel, Taubheitsgefühl in einer Körperhälfte, Sprachverlust oder -störung, Sehstörung und Asymmetrie des Gesichts. Treten diese Symptome auf, ist sofort eine notärztliche Versorgung nötig. Nach der Reha fällt es vielen Schlaganfallpatienten und Betreuenden schwer, zurück in den Alltag zu finden, in dem jetzt vieles anders ist. Die Expertin Sigrid Krueger-Young rät den Patienten und Betreuenden, Hilfsangebote wahrzunehmen – von Angehörigen-Schulungen in der Reha-Einrichtung bis zu Selbsthilfegruppen. „Das ist gut investierte Zeit, die sich langfristig auszahlt“, weiß die 59-Jährige von zahlreichen Fällen. Sie vermittelt Selbsthilfe-Treffs, medizinische Angebote und gibt Tipps, wie sich der Alltag zum Beispiel mit Ess- und Trinkhilfen leichter gestalten lässt. So versucht sie, Betroffene und ihr Umfeld zu unterstützen und sie vor sozialer Isolation zu schützen.

„Bei rund 64% der Überlebenden bleiben langfristige Beeinträchtigungen zurück – motorischer Art oder z. B. auch beim Sprechvermögen. Die psychologische Hemmschwelle, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ist für viele Schlaganfallpatienten hoch und öffentliche Aufklärung umso wichtiger“, berichtet Sigrid Krueger-Young. Deshalb ist sie auf Messen präsent, verteilt Flyer, schreibt Beiträge – und geht mit gutem Beispiel voran. „Ich habe selbst den Schlaganfall-Risikotest gemacht und bin zum Glück nicht gefährdet. Trotzdem habe ich meine Ernährung umgestellt, 10 Kilo abgenommen und gehe jetzt zweimal die Woche mit meiner Nachbarin laufen.“ Schließlich will die zweifache Mutter überzeugen, wenn sie Ratsuchenden Vorbeugemaßnahmen wie Bewegung, gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion und Nikotinverzicht empfiehlt.

 

Motivation einer Mutter

Schlaganfälle treffen nicht nur ältere Menschen. Jährlich erleiden schätzungsweise auch 300 Kinder einen Schlaganfall – davon etwa ein Drittel vor, während oder kurz nach der Geburt. Sie und ihre Familien benötigen besondere Angebote und Unterstützung. Jedoch: Nur wenige in Deutschland wissen davon, dass ein Schlaganfall auch Babys, Kinder und Jugendliche treffen kann – und dementsprechend wenig Informationen und Unterstützung gibt es für betroffene Familien.

Aus dieser Motivation heraus hat Anja Gehlken – ihre Tochter Isabel hatte auch einen vorgeburtlichen Schlaganfall – 2012 die Leitung der Selbsthilfegruppe SCHAKI (www.schlaganfall-kinder.de) übernommen. Neben dem für die Eltern sehr wichtigen Austausch untereinander organisiert SCHAKI schöne Erlebnisse für die Kinder und ihre Familien und informiert umfassend über die eigene Homepage und den Facebook-Account zu wichtigen Entwicklungen rund um den Schlaganfall. Ein Fokusthema: Der Umgang mit den Auswirkungen des Schlaganfalls im Alltag – zum Beispiel beim Essen. „Gerade selbstverständliche Handlungen wie das Schneiden von Fleisch bewältigen Kinder mit Handicap nicht so einfach wie ‚gesunde Kinder‘“ weiß Anja Gehlken. Das Thema begleitet die zweifache Mutter bei beiden Kindern, da ihr Sohn Lukas eine Dyspraxie hat und es daher auch bei ihm zu motorischen Einschränkungen z.B. beim Essen kommt.

Durch Erzählungen im Bekanntenkreis ist Anja Gehlken auf das Geschirr und das Besteck von ORNAMIN aufmerksam geworden. Zunächst probierte Lukas ein Vorführ-Modell auf einer Messe aus, um dann zufrieden festzustellen: „Das ist super, damit kann ich gut essen. Ich wünsche mir Messer, Gabel und Löffel zum Geburtstag“. Ein Wunsch, den Mutter Anja nur zu gern erfüllte. Das auf den ersten Blick ungewöhnlich geformte Besteck hat keine festgelegten Griffpositionen und ist so intuitiv benutzbar. Das Messer verfügt über eine runde Grifffläche, die auch bei eingeschränkter Hand- und Fingerbeweglichkeit einen sicheren Zugriff ermöglicht.

Mittlerweile hat Anja Gehlken gemeinsam mit ihrem Mann Markus auch die Seite www.dyspraxie-online.de ins Leben gerufen, da dieses Thema noch weniger als der Schlaganfall bei Kindern in Deutschland bekannt ist. Auf beiden Homepages sind neben allgemeinen Informationen und Hinweisen sowie Empfehlungen für Ärzte und Therapien und dem persönlichen Erfahrungsaustausch auch Tipps zu Alltagshilfen wie dem Familiengeschirr von ORNAMIN wichtige Bestandteile.

Über ihre positiven Erfahrungen zu berichten und die schönen und schweren Erlebnisse mit ihren Kindern mit anderen zu teilen, ist für Anja Gehlken dabei die beste Motivation für die zeitintensive, aber zugleich erlebnisreiche Organisation und Betreuung ihrer Selbsthilfe-Plattformen.

 

Pflege vom Profi

Motorische Einschränkungen, verursacht durch einen Schlaganfall oder eine demenzielle Erkrankung, machen sich auch bei älteren Menschen vor allem bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben – wie dem Essen und Trinken – bemerkbar. Das spüren auch die zwölf Gäste der ‚Tagespflege Am Rathaus‘ von Annegret Hohlfeld in Hille. Die examinierte Altenpflegerin hat für ihre Einrichtung deshalb Essbrettchen und Becher sowie Teller und Schalen von ORNAMIN gekauft. „Unsere Gäste speisen von der Geschirrserie mit Trick. Der abschüssige Innenboden des Tellers ermöglicht allen ein selbstständiges Essen und schenkt ihnen Genuss. Daher empfehle ich das Geschirr auch gerne den Angehörigen unserer Gäste“, erklärt Annegret Hohlfeld die Produktvorteile. So können am heimischen Esstisch alle von den gleichen Tellern essen − für Menschen mit Handicaps ein schönes Gefühl, wird doch das ‚anders sein‘ von vielen als belastend empfunden. „Seit wir Becher von ORNAMIN im Einsatz haben, greifen unsere Gäste häufiger zum Getränk. Ein großer Vorteil, denn gerade im Alter nimmt das Verlangen zu trinken häufig ab“, erläutert Annegret Hohlfeld.

Ob Vorbild, Motivator oder Profi – in puncto Pflege sind tatkräftige Frauen wie Siegrid Krueger-Young, Anja Gehlken und Annegret Hohlfeld für die Gesellschaft unersetzlich. Sie unterstützen Pflegebedürftige darin, sich einen Teil der verloren gegangenen Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzuerobern.

ORNAMIN hat es sich mit der Serie mit Trick zur Aufgabe gemacht, das Leben derer zu erleichtern, die durch ein Handicap eingeschränkt und auf Hilfe im Alltag angewiesen sind. Das funktionale Geschirr bietet unauffällige Tricks, die eigenständiges Essen und Trinken trotz Handicap ermöglichen. Teller und Schale verfügen über einen abschüssigen Innenboden sowie einen Überhang im Rand. So gelingt die Speiseaufnahme mit Gabel oder Löffel auch bei einhändigem Essen und starkem Zittern leichter als bei herkömmlichem Geschirr. Der Antirutsch-Ring am Unterboden sorgt zusätzlich für festen Stand auf Esstischen und Betttabletts. Der Becher mit Trink-Trick mit seinem speziellen konischen Innenbecher ermöglicht einen nackenfreundlichen Trinkgenuss. Die farbenfrohen Becher – wahlweise in grün, blau, rot oder gelb – sorgen für bunte Akzente und regen zum Trinken an.

ORNAMIN bedankt sich bei Siegrid Krueger-Young, Anja Gehlken und Annegret Hohlfeld für ihr Engagement und ihr Vertrauen in das Familiengeschirr von ORNAMIN.

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Von Profi zu Profi – Annegret Hohlfeld und Gundula Oltmanns

 

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Rat und Tat für Schlaganfallpatienten – Sigrid Krueger-Young

 

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Hilfe und Selbsthilfe für Kinder mit Handicaps – Anja Gehlken

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