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Melamin Geschirr hält einiges aus, egal ob beim Picknick, beim Camping oder beim Abendbrot zuhause: Es ist bruchstabil, leicht und leise. Deshalb kommen Teller, Schalen und Becher aus Melamin besonders gern bei Familien mit Kindern oder Outdoor-Fans auf den Tisch. Viele fragen sich, was an Warnungen vor dem beliebten Material dran ist. Soviel vorab: Von „Gesundheitsgefahr“ oder „Gift in der Küche“ kann nicht die Rede sein. Bei richtiger Handhabung ist der nachhaltige Kunststoff Melamin vor allem eines: Ein sicherer, praktischer Küchenhelfer, der Groß und Klein drinnen und draußen Spaß macht.

Melamin Geschirr: Sicher unbedenklich

Spülmaschinenfest, hochwertig und nachhaltig: Melamin Geschirr von Ornamin

Die aktuelle Diskussion über Produkte aus Melaminkunststoff sorgt bei manchen Verbrauchern für eine gewisse Verunsicherung. Aber was ist kennzeichnend für Melamin und ist es wirklich schädlich?

Auf die richtige Handhabung kommt es an

Produkte aus Melamin verfügen über eine hohe optische und haptische Wertigkeit. Dadurch, dass sie besonders bruchstabil und somit länger haltbar sind, weisen sie auch ökologische Vorteile auf. Melamin-Geschirr ist nämlich bspw. drei- bis fünfmal länger haltbar als Geschirr aus Porzellan oder anderen Materialien – und somit nachhaltiger. Auf den Aspekt der Nachhaltigkeit zahlen auch die niedrigen Verarbeitungstemperaturen und das geringe Gewicht ein, sodass beim Transport weniger Emissionen verursacht werden. Melamin verfügt zudem über eine niedrige Wärmekapazität, die dafür sorgt, dass z. B. in Mensen und Kantinen kein beheizter Tellerspender genutzt werden muss und somit Energie eingespart wird.

Entscheidend ist die richtige Handhabung. Melamin-Geschirr ist ein Serviergeschirr und sollte nicht zum Kochen, Braten oder Erhitzen verwendet werden. Temperaturen bis maximal 70 Grad können ihm nichts anhaben (Stellungnahme des BfR Nr. 012/2011). Eine warme Suppe, Babybrei, Kartoffelpüree und ähnliches lassen sich daher wunderbar aus dem Geschirr löffeln. In der Mikrowelle sollte es aber nicht verwendet werden, da beim Überschreiten von 70 Grad Materialbestandteile wie Formaldehyd oder Melamin austreten können. Das Material ist aber 100 % spülmaschinenfest. Beim Kauf von Melamin-Geschirr sollte auf Qualität Made in Germany geachtet werden. ORNAMIN produziert bspw. ausschließlich in Minden/Westfalen, wo regelmäßige, unangekündigte Kontrollen des Lebensmittelüberwachungsamts die einwandfreie Qualität der Produkte sicherstellen und den Schutz der Verbraucher garantieren. Hält man sich an diese grundlegenden Hinweise bezüglich der Nutzung von Geschirr aus Melamin, ist das Material absolut unbedenklich und eignet sich wunderbar für den täglichen Gebrauch Zuhause und unterwegs sowie im professionellen Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung.

Sind Produkte aus Bambus nicht viel nachhaltiger?

Heutzutage werden besonders Becher aus Bambus als perfekte Coffee to go-Becher angepriesen, die biologisch abbaubar und recyclebar seien – dies entspricht leider nicht der Wahrheit. Aus Bambus allein kann kein Becher geformt werden. Hierfür benötigt es einen „Klebstoff“ – in dem Fall Melaminharz, der sich aus Formaldehyd und Melamin zusammensetzt. An sich ist dies kein gefährlicher Stoff, wenn man sich an die oben beschriebene Handhabung hält. Bei Heißgetränken wie Kaffee kann sich jedoch Formaldehyd oder Melamin lösen und in das Getränk übergehen, wie eine Studie der Stiftung Warentest belegt. Durch diese Verschmelzung von Bambus und Kunststoff ist der Becher auch nicht biologisch abbaubar, sondern muss verbrannt werden, da selbst industrielle Kompostieranlagen das Material nicht zersetzen können.

Ist Bio-Kunststoff denn wirklich „bio“?

Der Begriff Bio-Kunststoff ist nicht klar definiert. Er kann aus biologischen Rohstoffen hergestellt oder biologisch abbaubar sein. Produkte aus Bioplastik bestehen teils aus Biomasse wie bspw. Mais, Zuckerrohr oder Cellulose. Trotzdem braucht es Zusätze, die das Material in Form halten, sodass eine Herstellung von Biokunststoffen zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen nicht möglich ist. Selbst biologisch abbaubare Kunststoffe, die zu mindestens 90 % biologisch abbaubar sein müssen und sich nach 12 Wochen zu 90 % zersetzt haben müssen, zersetzen sich auf dem heimischen Kompost nicht, sondern brauchen die Gegebenheiten einer industriellen Kompostieranlage. Durch diese Vermischung von Materialien ist kein Recycling im Sinne einer Wiederverwendung möglich, da die einzelnen Bestandteile nicht komplett aufgetrennt werden können. Somit klingt auch Bio-Kunststoff leider ökologischer, als er tatsächlich ist, da die Entsorgung über den Restmüll erfolgt und somit Abfall entsteht.

Mehrweg-Kunststoffe als nachhaltige Alternative

Kunststoff und Nachhaltigkeit – das soll funktionieren? Und ob. Um Kunststoff kursieren viele gängige Mythen, die bei genauer Betrachtung schnell widerlegt werden können. Beispielsweise hat Kunststoff eine bessere Ökobilanz als Papier, was bspw. an dem Vergleich der Herstellung von Papier- und Plastiktüten deutlich wird. Papiertüten erfordern doppelt so viel Energie bei der Produktion und zur Behandlung der Zellstoff-Fasern werden Schwefeldioxide, Stickoxide und Chemikalien eingesetzt, die Wasser und Luft belasten. Kunststoff endet auch nicht zwangsläufig auf einer Deponie. Sortenreine und schadstofffreie Kunststoffe können wiederverwendet und zu 100 % recycelt werden, sodass sie die Umwelt nicht belasten. Diese Art von Kunststoff, der Mehrweg-Kunststoff, ist somit nachhaltig und zeichnet sich neben seiner Langlebigkeit durch seine Wiederverwendbarkeit aus. Im Gegensatz zu Einweg-Produkten aus Plastik schonen Produkte aus Mehrweg-Kunststoff auf diese Art die Umwelt und Ressourcen und machen das Material zu der nachhaltigen Alternative.

Das nachhaltige Mehrweg-Geschirr von ORNAMIN finden Sie in unserem Online Shop: www.ornamin.com/shop/